BeamDieser Projektor kann in jeden beliebigen Glühlampensockel geschraubt werden: Beam wirft automatisiert Informationen an Wände und auf Tische, denn die ungewöhnliche Beamer-Neuheit unterstützt die IFTTT-Technik. Rund 400 US-Dollar soll Beam kosten. Im Oktober 2015 beginnt die Auslieferung.



Für den Beam getauften Projektor läuft aktuell eine Kickstarter-Kampagne – und schon jetzt ist eine erfolgreiche Finanzierung gesichert. Der Projektor hat die Form einer Glühlampe und kann in jede normale E27-Lampenfassung geschraubt werden. Doch das ist nicht alles – Beam hat so einiges drauf.

Innen werkelt ein kompakter Rechner mit 1,3-Gigahertz-Chip, acht Gigabyte Speicherplatz und dem mobilen Betriebssystem Android. Das Gerät empfängt via WLAN Bildinformationen von Smartphone, Tablet oder PC. Außerdem beherrscht der Glühlampenprojektor weit verbreitete Standard-Techniken zur Bildübertragung wie Airplay und Miracast.

Projektor im Beam stammt von Pico

Der Projektor im Beam stammt von dem bekannten Hersteller Pico, verfügt über eine Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten und über eine Helligkeit von 100 Lumen.

Das ist zwar nicht sehr Leuchtstark – in heller Umgebung dürfte mit deutlichen Einbußen der Bildqualität zu rechnen sein –, wer aber für eine dunkle Umgebung sorgt, kann mit einem ausreichend starken Bild rechnen.

Wenn Beam pausiert, kann er als Raumbeleuchtung verwendet werden

Wenn der Projektor gerade nicht im Einsatz ist, kann der Beam-Lampensockel als Raumbeleuchtung dienen – dank zwölf eingebauter LEDs. Darüber hinaus unterstützt der Glühbirnen-Projektor den Funkstandard Bluetooth, was die kabellose Anbindung von Kopfhörern oder Lautsprechern ermöglicht, die ebenfalls die Bluetooth-Technik unterstützen.

Falls einmal keine Lampenfassung vorhanden ist, kann Beam auch ohne verwendet werden. Zum Lieferumfang soll ein entsprechendes Kabel mit E27-Fassung gehören, mit dem der Mini-Beamer auch auf eine ebene Fläche gelegt werden kann, etwa auf einen Tisch. Eine Gehäuseseite ist für dieses Anwendungsszenario abgeflacht worden, was verhindert, dass das Gerät während des Tischbetriebs wegrollen kann.

400 Dollar für einen Beamer, der automatisiert Nachrichten anzeigt

Eine weitere wichtige Funktion: Beam unterstützt den Automatierungsdienst IFTTT, durch den sich der Beamer ereignisgesteuert einschalten und vorab definierte Informationen an die Wand projizieren kann. So würde Beam etwa aufleuchten, sobald neue E-Mails oder andere Nachrichten eintreffen.

Eigentlich wollten die Entwickler mit der Kickstarter-Kampagne 200.000 US-Dollar einnehmen, um das Projekt auf den Markt bringen zu können. Mittlerweile sind es einige Hunderttausend US-Dollar mehr.

Pro Gerät wird ein Preis von knapp 400 US-Dollar abgerufen. Für internationalen Versand kommen noch einmal 43 US-Dollar hinzu. Im Oktober 2015 soll die Auslieferung beginnen.

Screenshot von www.kickstarter.com

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