Auch wenn die Flachbildfernsehern immer größer werden, so richtiges Public-Viewing-Feeling im Kreis von Freunden kommt erst mit einem Heimkino-Projektor auf. Ein ausreichend große Leinwand oder auch nur weiße Wand vorausgesetzt, machen die Beamer schließlich Bilddiagonalen von mehreren Metern möglich. So ein großes Bild setzt allerdings ein gute Qualität des Fernsehsignals voraus – also hochauflösendes Fernsehen (HDTV). Da gibt es zunächst eine gute Nachricht, denn alle Spiele der EM werden vom 8. Juni bis zum 1. Juli werden von den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF übertragen und die können über alle Wege unverschlüsselt empfangen werden – auch in HD. Ausnahme ist das Antennenfernsehen DVB-T, denn das wird nur in Standardauflösung ausgestrahlt. Da nützt es auch nichts, wenn das Empfangsgerät HD-tauglich ist.

So kommen die HD-Spiele zum Projektor

Um die Fußballspiele der EM mit einem Projektor in HD-Qualität genießen zu können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Der Beamer muss HD-Auflösung darstellen können, also mindestens 1280 x 720 Bildpunkte. In der Regel haben Beamer keine TV-Empfangsteile (Tuner). Es ist also eine Empfangs- oder Set-Top-Box notwendig. Da kann auch die sein, an der normalerweise der Fernseher hängt. Dann muss nur das HDMI-Kabel vom TV-Gerät abgezogen und mit dem Beamer verbunden werden. Achtung: Steht der Projektor weit entfernt, ist eventuell ein langes HDMi-Kabel notwendig und das kann recht teuer werden. Besser die Set-Top-Box zum Projektor stellen, denn Verlängerungskabel für das TV-Signal und den Strom sind erheblich günstiger.

Wichtig: Das Erste und ZDF werden nicht automatisch in HD übertragen, wenn eine HDTV-Set-Top-Box genutzt wird, denn die Programme werden parallel zur Standardausstrahlung gezeigt. Es muss ein neuer Sendersuchlauf durchgeführt werden, um Das Erste HD und ZDF HD zu zu finden. Sie sind an dem Zusatz HD im Senderlogo zu erkennen.

Satellitenempfang

Das Erste HD und ZDF HD sind im gesamten Bundesgebiet per Satellit unverschlüsselt zu empfangen. Wer kein Pay-TV oder Programme der Privatsender in HD (über das Angebot HD+) sehen will, benötig keine Set-Top-Box mit internem Entschlüsselungssystem oder Einschub für entsprechende Module (CI+). Es reicht ein günstiger HD-fähiger Sat-Receiver, zum Beispiel der Micro M80HD.

 

Kabel

Das Erste und ZDF sind mittlerweile in fast allen Kabelnetzen in HD zu sehen. Allerdings muss der Anschluss die notwendige Datenmenge übertragen können. Das ist in der Regel der Fall, wenn an der Adresse auch Internet per Kabelanschluss angeboten wird. Das kann man auf der Internet-Seite des Betreibers überprüfen. Wem die öffentlich-rechtlichen Programme ausreichen, benötigt kein zusätzliches Digital-Abo des Kabelnetzbetreibers, denn die Programme werden bereits in das Netz eingespeist und nicht erst nach dem Abschluss eines Abos freigeschaltet. Es reicht also ein günstiger HD-fähiger Kabel-TV-Tuner, etwa der Smart Avanit CHD 1.

IPTV

Wer sein Fernsehsignal über die Internet-Leitung bekommt (IPTV), benötigt eine spezielle Set-Top-Box, die nicht an den TV-Buchse, sondern an die Internet-Buchse angeschlossen wird. Diese wird vom Anbieter (überregional sind das in Deutschland die Telekom und Vodafone) gestellt.

Der Sound

Viele Beamer haben keine Lautsprecher. Selbst wenn welche eingebaut sind, ist der Klang meistens recht dünn. Wer den vollen Stadionsound bei den EM-Spielen genießen will, muss den Projektor mit der Stereoanlage oder einem Heimkino-System verbinden. Der Berliner Hersteller Teufel hat extra für die Europameisterschaft attraktive Angebote im Programm, etwa das Heimkinosystem Theater 500 LE versandkostenfrei für 1299,00 Euro statt 1399,00 Euro.


001 EM-Sound Special 500x500

 

Foto: HaywireMedia – Fotolia

Kommentare sind geschlossen.